Euterentzündung bei Kühen: erkennen, Ursachen und was Sie selbst tun können
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Auf einen Blick
Sobald die Kühe auf die Weide gehen, verändert sich die Ration unmittelbar. Frisches Gras ist schmackhaft und stimuliert den Pansen, doch bei weniger (oder keinem) Kraftfutter entfällt auch ein wesentlicher Teil der Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen. Gerade diese kleinen Nährstoffe steuern Wachstum, Widerstandskraft und Fruchtbarkeit. Deshalb lohnt es sich, zu Beginn der Weidesaison besonders auf die Mineralstoffversorgung zu achten.
Weidegras enthält nicht immer genügend Spurenelemente. Besonders Selen, Kupfer, Zink, Kobalt und Jod liegen häufig unter den Bedarfsmengen, siehe Grafik 1. Zudem schwanken die Gehalte je nach Bodenart, Schnittzeitpunkt und Wetter, und die Aufnahme kann durch Antagonisten wie Molybdän gehemmt werden. Strengere Düngeregelungen können dieses Risiko zusätzlich erhöhen.
In der Praxis kann man vor der Weideperiode auf eine langwirksame Mineralstoffversorgung setzen, sodass man nicht von einer schwankenden Aufnahme aus Leckschalen abhängig ist. Ein Mineralstoff-Bolus sichert die Versorgung pro Tier. Ein Opti Trace Bolus kann beispielsweise für etwa 6 Monate unter anderem Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Zink und Selen bereitstellen und unterstützt so Jungvieh, Widerstandskraft und Fruchtbarkeit in einer Phase mit schnell wechselnder Ration.
Achten Sie bei mehreren Tieren derselben Gruppe auf Anzeichen, die auf Spurenelementmängel hindeuten können:
Wenn dieses Bild bei mehreren Tiergruppen auftritt, ist es sinnvoll, den Spurenelementstatus über (Blut-)Untersuchungen zu überprüfen. Besonders bei (nahezu) vollständiger Weidehaltung (mit wenig oder keinem Kraftfutter) ist ein Bolus eine praktische Möglichkeit, die Versorgung stabil zu halten – ohne tägliche Maßnahmen.
Im Weidegras liegen vor allem Selen, Kupfer, Zink, Kobalt und Jod oft unter dem Bedarf. Die Gehalte schwanken mit Bodenart, Schnittzeitpunkt und Wetter. Wenn Kühe auf der Weide wenig oder kein Kraftfutter bekommen, fehlt zudem ein Teil der Mineralstoffe, die sonst darüber kommen.
Nicht immer. An der Leckschale nimmt jede Kuh unterschiedlich viel auf, manche fast nichts. Wer sicher sein will, dass jedes Tier versorgt ist, nutzt eine Einzeltiergabe, etwa einen Mineralbolus, der über mehrere Monate gleichmäßig freisetzt.
Typisch sind zurückbleibendes Wachstum, struppiges Fell, Hautprobleme und häufigere Erkrankungen. Bei Färsen kommen schwache Brunst und Umrindern hinzu. Zeigen mehrere Tiere einer Gruppe dieses Bild, lohnt sich eine Blutuntersuchung über den Tierarzt.
Molybdän bildet zusammen mit Schwefel im Pansen Verbindungen, die Kupfer binden. Das Kupfer steht dann der Kuh nicht mehr zur Verfügung, auch wenn genug im Futter ist. Auf Böden mit viel Molybdän kann deshalb ein Kupfermangel auftreten, obwohl die Ration rechnerisch passt.
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