Gemischtbetrieb setzt auf gezielte Mineralstoffversorgung für einen erfolgreichen Start in die Laktation

Auf dem Familienbetrieb von Henning und Christina Stratmann vereint die Familie Milchviehhaltung, Bullenmast, Geflügelhaltung und erneuerbare Energie. Am Hauptstandort werden 150 Milchkühe sowie rund 400 Mastbullen gehalten. Hinzu kommt eine zweite Hofstelle in Krummhörn an der Nordseeküste mit 65.000 Masthähnchen und einer 250-kW-Biogasanlage. Insgesamt bewirtschaftet der Betrieb rund 270 Hektar Ackerland, auf denen neben 70 Hektar Kartoffeln vor allem Futter für die Rinder und die Biogasanlage angebaut wird. Unterstützt wird die Familie von drei Vollzeitmitarbeitern, zwei Auszubildenden und je nach Saison bis zu zehn Aushilfskräften.

Hohe Milchleistung und Fokus auf gesunde Kühe

Die Herde besteht ausschließlich aus schwarzbunten Holstein-Kühen und erreicht eine durchschnittliche Jahresleistung von 11.800 Litern Milch bei 4,2 % Fett und 3,6 % Eiweiß. Gemolken wird derzeit in einem Doppel-Sechser-Melkstand mit zwei Melkern. Für die Zukunft zieht der Betrieb den Umstieg auf Melkroboter in Betracht. Das Ziel ist es, die Kühe möglichst lange gesund und leistungsfähig zu halten. Dabei spielt vor allem die Fütterung eine zentrale Rolle. „Wir versuchen, die Kühe so gut zu versorgen, dass sie gar nicht erst krank werden und möglichst viele Laktationen erreichen.“ Ein besonderes Merkmal des Betriebs ist die Remontierung: Eigene Nachzucht gibt es nicht. Alle Kälber werden im Alter von vier Wochen verkauft, während tragende beziehungsweise frisch abgekalbte Färsen zugekauft werden.

Gute Eutergesundheit als stabile Basis

Mit einer Tankzellzahl zwischen 100.000 und 150.000 Zellen/ml – meist zwischen 120.000 und 130.000 – und lediglich drei bis vier Mastitisfällen pro Jahr gehört die Eutergesundheit zu den großen Stärken des Betriebs. „Wir dippen mit zwei Komponenten und machen ansonsten nichts Besonderes. Trotzdem funktioniert die Eutergesundheit seit Jahren sehr gut.“ Auch das Abkalbemanagement verläuft problemlos. Rund 95 Prozent der Kühe kalben ohne Hilfe. Durch eine gezielte Kraftfutterversorgung in den letzten zehn Tagen vor der Kalbung kommen sowohl Kühe als auch Kälber gut in die neue Laktation. Verbesserungspotenzial sieht der Betrieb vor allem beim Milchfieber rund um die Geburt.

Calcium gezielt einsetzen, um Rückfälle zu vermeiden

Der Topro Calcium Bolus wird immer dann eingesetzt, wenn erste Anzeichen eines Kalziummangels auftreten. Kalte Ohren oder Kühe, die nach mehreren Stunden noch nicht ans Futter gehen, sind für den Betrieb wichtige Warnsignale. „Normalerweise beginnen unsere Kühe zwei bis drei Stunden nach dem Kalben zu fressen. Tut eine Kuh das nach drei bis fünf Stunden noch nicht, reagieren wir sofort.“ Bei schweren Fällen von Milchfieber wird zunächst hochdosiertes Calcium injiziert. Anschließend erhalten die Kühe zusätzlich zwei Topro Calcium Boli. Der Unterschied zu früher ist deutlich sichtbar. „Nach der Calcium-Injektion ging es den Kühen zunächst besser, einen Tag später kam aber oft ein leichter Rückfall. Seit wir die Calcium-Boli zusätzlich einsetzen, bleibt dieser Rückfall aus.“ Für die Zukunft möchte der Betrieb den Calcium Bolus außerdem gezielt vorbeugend bei Risikokühen einsetzen.

Besserer Start in die Laktation dank Dry Mineral Bolus

Seit Februar erhält jede trockenstehende Kuh auf dem Betrieb den Topro Dry Mineral Bolus. Meist wird dieser etwa vier Wochen vor der Kalbung oder direkt beim Trockenstellen eingegeben.Ausschlaggebend für den Praxistest waren vor allem die enthaltenen Spurenelemente sowie Vitamin E und Vitamin D3. „Früher haben wir Vitamine teilweise gespritzt, waren von den Ergebnissen aber nie richtig überzeugt. Deshalb wollten wir diese Form der Versorgung ausprobieren.“ Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Vor allem die frisch abgekalbten Kühe kommen deutlich stabiler durch die Transitphase.„Wir sehen wesentlich weniger Fälle von Kalziummangel und Ketose ist fast verschwunden. Früher hatten wir in den ersten zehn bis fünfzehn Tagen nach der Kalbung regelmäßig Rückfälle – heute kommt das kaum noch vor.“ Selbst Kühe mit einer Nachgeburtsverhaltung beginnen inzwischen schneller wieder zu fressen. Das wirkt sich positiv auf die Energieversorgung und den Start in die Milchproduktion aus.„Die frischen Kühe starten einfach besser in die Laktation. Sie fressen schneller, haben mehr Energie und dadurch deutlich weniger Stoffwechselprobleme.“

Positive Erfahrungen aus der Praxis

Auch wenn sich nicht jede Verbesserung exakt in Zahlen messen lässt, ist das Gesamtbild für den Betrieb eindeutig. Die Kühe kommen stabiler durch die Transitphase, fressen früher und starten besser in die Laktation. Deshalb würde der Betriebsleiter sowohl den Topro Calcium Bolus als auch den Topro Dry Mineral Bolus anderen Milchviehhaltern weiterempfehlen.„ Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Die Kühe kommen besser durch die Kalbung und starten insgesamt stabiler in die neue Laktation.“

 

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