Gemischtbetrieb setzt auf gezielte Mineralstoffversorgung für einen erfolgreichen Start in die Laktation

Auf dem Betrieb von Andreas Thole kommen Milchviehhaltung, Bullenmast, Geflügelhaltung und erneuerbare Energie zusammen. Am Hauptstandort stehen 150 Milchkühe und rund 400 Mastbullen. Eine zweite Hofstelle in Krummhörn an der Nordseeküste umfasst 65.000 Masthähnchen und eine 250-kW-Biogasanlage. Insgesamt bewirtschaftet der Betrieb rund 270 Hektar Ackerland, davon 70 Hektar Kartoffeln; der Rest dient überwiegend als Futtergrundlage für die Rinder und die Biogasanlage. Unterstützt wird die Familie von drei Vollzeitmitarbeitern, zwei Auszubildenden und saisonal bis zu zehn Aushilfskräften.

Hohe Milchleistung und eine besondere Remontierung

Die Herde erreicht eine durchschnittliche Jahresleistung von rund 11.800 Litern Milch bei 4,2 % Fett und 3,6 % Eiweiß. Gemolken wird in einem Doppel-Sechser-Melkstand mit zwei Melkern. Ein Umstieg auf Melkroboter ist für die Zukunft denkbar.

Die Remontierung läuft auf dem Betrieb anders als auf den meisten Höfen: Eigene Nachzucht gibt es nicht. Alle Kälber werden mit vier Wochen verkauft, dafür kauft der Betrieb tragende beziehungsweise frisch abgekalbte Färsen zu. Aktuell erreichen die Kühe im Schnitt 2,8 Laktationen. Andreas Thole will diesen Wert erhöhen: Die Kühe sollen möglichst lange gesund im Bestand bleiben.

Gute Eutergesundheit als stabile Basis

Mit einer Tankzellzahl zwischen 100.000 und 150.000 Zellen/ml, meist 120.000 bis 130.000, und nur drei bis vier Mastitisfällen pro Jahr gehört die Eutergesundheit zu den Stärken des Betriebs.

„Wir dippen mit zwei Komponenten und machen sonst nichts Großartiges. Trotzdem läuft die Eutergesundheit seit Jahren sehr gut.“

Auch das Abkalben verläuft unkompliziert: Rund 95 Prozent der Kühe kalben ohne Hilfe. In den letzten zehn Tagen vor der Kalbung werden die Kühe gezielt mit Kraftfutter angefüttert, so kommen Kühe und Kälber gut in die neue Laktation.

Luft nach oben sieht der Betrieb beim Milchfieber rund um die Geburt.

Calcium gezielt einsetzen, um Rückfälle zu vermeiden

Der Topro Calcium Bolus kommt zum Einsatz, sobald erste Anzeichen eines Calciummangels auftreten. Das wichtigste Warnsignal ist für Andreas Thole das Fressverhalten.

„Normalerweise fangen unsere Kühe zwei bis drei Stunden nach dem Kalben an zu fressen. Frisst eine Kuh nach drei bis fünf Stunden noch nicht, ist das für uns das erste Zeichen. Dann geben wir zwei Boli ein.“

Bei schwerem Milchfieber wird zuerst hochdosiertes Calcium gespritzt, anschließend erhält die Kuh zwei Calcium Boli.

„Früher ging es der Kuh nach der Injektion erst besser, einen Tag später kam aber oft ein leichter Rückfall. Diese Delle gleichen wir mit den Calcium-Boli aus.“

Vor dem Praxistest hatte der Betrieb schon andere Calciumprodukte probiert, ohne überzeugendes Ergebnis.

„Man hört ja oft, dass die Holländer einen Schritt weiter sind. Da habe ich gedacht: Das probierst du aus.“

Als nächsten Schritt will Andreas Thole den Calcium Bolus vorbeugend bei Risikokühen einsetzen.

Besserer Start in die Laktation dank Dry Mineral Bolus

Seit Februar erhält jede trockenstehende Kuh den Topro Dry Mineral Bolus, meist beim Trockenstellen oder rund vier Wochen vor der Kalbung. Ausschlaggebend für den Test waren die enthaltenen Spurenelemente und Vitamine.

„Früher haben wir Kühe teilweise mit Vitaminen gespritzt, aber so richtig zugesagt hat uns das nicht. Seitdem wir die Boli eingeben, laufen die Kühe stabiler durch.“

Besonders deutlich zeigt sich das nach der Kalbung.

„Früher hatten wir bis zehn, fünfzehn Tage nach der Kalbung häufiger Rückfälle mit Ketose. Das haben wir fast gar nicht mehr.“

Auch Kühe mit Nachgeburtsverhaltung kommen schneller wieder ans Fressen und damit besser in die neue Laktation. Exakt in Litern messen lässt sich der Effekt ohne Melkroboter nicht. Für Andreas Thole zählt das Gesamtbild: Die frischen Kühe fressen früher und haben dadurch weniger Stoffwechselprobleme.

Empfehlung aus der Praxis

Andreas Thole würde den Topro Calcium Bolus und den Topro Dry Mineral Bolus anderen Milchviehbetrieben empfehlen. Die Kühe kommen stabiler durch die Transitphase und starten besser in die Laktation.

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