Weidegang: Mineralstoffe im Fokus
Sobald die Kühe auf die Weide gehen, verändert sich die Ration unmittelbar. Frisches Gras ist schmackhaft und stimuliert den Pansen, doch bei…
Kurz erklärt
Mineralstoffe, die das Rind nur in Milligramm-Mengen braucht, etwa Kupfer, Zink, Selen, Mangan, Kobalt und Jod.
Mineralstoffe werden in zwei Gruppen geteilt. Mengenelemente wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kalium braucht die Kuh in Gramm pro Tag. Spurenelemente braucht sie nur in Milligramm. Trotz der kleinen Mengen sind sie unverzichtbar, weil sie Bausteine vieler Enzyme und Hormone sind.
Der Gehalt im Grundfutter schwankt stark mit Boden, Düngung, Schnittzeitpunkt und Wetter. Viele Böden in Deutschland und den Niederlanden sind arm an Selen. Weidegras enthält oft zu wenig Selen, Kupfer, Zink, Kobalt und Jod. Wenn auf der Weide das Kraftfutter wegfällt, fehlt auch dessen Mineralstoffanteil. Mehr dazu in Weidegang: Mineralstoffe im Fokus.
Spurenelemente beeinflussen sich außerdem gegenseitig. Molybdän, Schwefel und Eisen binden Kupfer, sodass die Kuh weniger davon aufnimmt, obwohl die Ration rechnerisch genug enthält. Organisch gebundene Spurenelemente, etwa als Chelate, werden teilweise besser aufgenommen als anorganische Salze.
Besonders in der Trockenstehzeit wird die Versorgung oft unterschätzt. Trockensteher bekommen häufig Futterreste oder Grundfutter geringerer Qualität. In dieser Zeit wächst das Kalb am stärksten und legt über die Plazenta Reserven an, etwa in der Leber. Die Versorgung der Kuh beeinflusst auch die Qualität des Kolostrums. Mehr dazu in Die Trockenstehzeit ist wichtig für das Kalb.
Ein Mangel an Spurenelementen zeigt sich selten an einem einzelnen Symptom. Typisch sind Hinweise bei mehreren Tieren einer Gruppe:
Wenn mehrere Tiergruppen auffallen, lohnt eine Blutuntersuchung bei einigen Tieren. Für Kupfer gibt die Leber das genauere Bild, das Blut zeigt einen Mangel oft erst spät.
Zu viel ist ebenfalls schädlich. Selen und Kupfer sind in hohen Mengen giftig, Schafe reagieren besonders empfindlich auf Kupfer. Rechnen Sie alle Quellen zusammen, bevor Sie zusätzlich ergänzen.
Vor allem Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Kobalt und Jod, dazu Eisen und Molybdän in kleinen Mengen.
Meist an Hinweisen bei mehreren Tieren: schlechtes Wachstum und Fell bei Kälbern, schwache Brunst bei Färsen, mehr Nachgeburtsverhaltungen und Euterprobleme. Eine Blutuntersuchung schafft Klarheit.
Ja. Beide sind in hohen Mengen giftig. Rechnen Sie Mineralfutter, Kraftfutter und weitere Ergänzungen zusammen.
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Die Bedeutung der Trockenstehzeit wird häufig noch unterschätzt. Dies zeigt sich z.B. am Umgang mit dem Trockenstehfutter. In der Praxis bekommen Trockensteher…
Der Laktationsstart wird häufig von Übergangskrankheiten begleitet: Egal ob Ketose oder Milchfieber, die Trockenstehzeit sollte genutzt werden, um diesen Erkrankungen vorzubeugen. Leider…
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